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Schweizermeisterschafts Bronze und wertvolle Erfahrungen

9. Aug.
3 Min. Lesezeit

Ein gelungener Start in die zweite Saisonhälfte

Am 28. Juni begann für mich die zweite Saisonhälfte mit dem Meeting National de courses in Lausanne über 400 m Hürden. Dort wagte ich etwas Neues und testete einen anderen Schrittrhythmus. Dieser funktionierte zwar noch nicht wie erhofft, dennoch war es ein spannender Wettkampf bei besten aber sehr heissen Bedingungen.


Nur wenige Tage später stand das Fribourg International Meeting auf dem Programm, diesmal über die flachen 400 m. Mein Ziel war klar: die persönliche Bestzeit aus dem letzten Jahr angreifen. Gleichzeitig freute ich mich auf die grossartige Atmosphäre im Stadion. Abgesehen von einem nicht ganz optimalen Start gelang mir das Rennen sehr gut. Am Ende durfte ich mich über eine neue persönliche Bestzeit von 54.36 Sekunden freuen – fast eine Sekunde schneller als bisher!



Erstes 400m Hürden Rennen im Ausland

Am 10. Juli ging die Reise nach Braga in Portugal los. Nach dem Flug nach Porto wurden wir mit einem Shuttle nach Braga gebracht. Nach dem Einchecken im Hotel ging es direkt ins Stadion. Ich verschaffte mir einen Überblick und habe mich etwas bewegt nach der Reise.


Am nächsten Abend fand das Meeting de Braga, ein World Athletics Continental Tour Bronze Meeting, statt. Da mein Rennen erst am Abend angesetzt war, versuchte ich, mich tagsüber andersweitig zu beschäftigen. Trotzdem merkte ich, dass mir das deutlich schwerer fiel als sonst. Wenn man extra für einen Wettkampf anreist, dreht sich gedanklich eben fast alles um das Rennen. Diese Erfahrung war für mich ein wichtiges Learning für zukünftige internationale Wettkämpfe.


Auch sportlich lief nicht alles nach Plan. Ich wollte erneut den neuen Schrittrhythmus ausprobieren, der mir diesmal zwar besser gelang, dennoch fand ich nicht in meinen gewohnten rhythmischen Lauf. Es war kein Rennen, in dem vieles zusammenpasste. Trotzdem nehme ich aus diesem Wettkampf wertvolle Erkenntnisse mit, die mir in Zukunft helfen werden.



Die letzten Vorbereitungen für die Schweizermeisterschaften

Mein letzter Wettkampf vor den Schweizermeisterschaften fand im Vorprogramm von Spitzen Leichtathletik Luzern statt. Mein wichtigstes Ziel war es, wieder das Gefühl für meinen gewohnten Rhythmus zu finden und genau das gelang mir. Das gab mir viel Selbstvertrauen für das Saisonhighlight.

Gleichzeitig testete ich ein weiteres Mal den neuen Rhythmus. Wie schon in Lausanne konnte ich ihn jedoch nicht konsequent durchziehen. Gemeinsam mit meinen Coaches entschied ich deshalb, an den Schweizermeisterschaften wieder meinen bisherigen Rhythmus zu laufen. Denn wenn ich den Rhythmus während des Rennens spontan ändere, verliere ich jeweils etwas Tempo.

Trotz einer nicht optimalen Hürde lief ich in Luzern 56.43 Sekunden – meine zweitschnellste Zeit überhaupt. Das zeigte mir, dass die Form stimmt.



Schweizermeisterschaften im Stadion Letzigrund

Am Wochenende des 25. und 26. Juli fanden die Schweizermeisterschaften im Zürcher Letzigrund statt, mein grösstes Saisonziel.

Ich war mit der drittbesten Saisonbestzeit gemeldet. Mein Ziel war klar: meine Leistung bestätigen und meine erste Medaille bei den Aktiven gewinnen.

Am ersten Wettkampftag stand der Vorlauf an. Um mich direkt für den Final zu qualifizieren, musste ich mindestens Zweite in meinem Lauf werden. Ich lief ein kontrolliertes und sauberes Rennen, erreichte genau diesen zweiten Platz und sicherte mir souverän den Finaleinzug. Danach galt der Fokus ganz der Regeneration.


Am Finaltag fühlte ich mich zwar gut, aber nicht ganz so erholt, wie ich es mir gewünscht hätte. Das machte mich zunächst etwas nervös, denn ich wusste, dass ich für eine Medaille eine Leistung nahe an meiner Bestzeit brauchen würde.

Den ganzen Tag freute ich mich auf den Moment, endlich an der Startlinie zu stehen.

Als der Startschuss fiel, konzentrierte ich mich voll auf mein Rennen. Die ersten 300 Meter liefen wie geplant. Auf der Zielgeraden mobilisierte ich noch einmal alle Reserven und kämpfte bis zur Ziellinie.


Als ich mich ins Ziel warf und realisierte, dass ich den 3. Platz erreicht hatte, war die Freude riesig. Trotz aller Zweifel, die in schwierigen Momenten immer wieder aufgekommen waren, hatte ich es geschafft: Mit 56.29 Sekunden, nur neun Hundertstel über meiner persönlichen Bestleistung, gewann ich die Bronzemedaille bei den Schweizermeisterschaften.

Dieser Moment war einfach unbeschreiblich. Ihn gemeinsam mit den Menschen feiern zu dürfen, die mich auf meinem Weg begleiten und unterstützen, machte ihn noch viel schöner.



Stolz auf die Entwicklung

Für die Qualifikation für die Europameisterschaften in Birmingham reichte es trotz einer starken Saison leider knapp nicht.

Natürlich wäre ich gerne dabei gewesen. Trotzdem überwiegt der Stolz. Ich habe in dieser Saison einen grossen Schritt nach vorne gemacht, viele wertvolle Erfahrungen gesammelt und gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Genau diese Erfahrungen und das gewonnene Selbstvertrauen nehme ich mit in die kommenden Wettkämpfe und freue mich auf alles, was noch kommt.

 
 
 

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