Trainingslager Belek
- Vera Stocker
- 26. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Gute Trainings, leckeres Essen, viel Schlaf und einige Sonnentage. In diesem Blogbeitrag erhaltet Ihr einen Einblick in mein Trainingslager in Belek (Türkei).

Über Ostern war ich für zwei Wochen im Trainingslager in Belek (Türkei). Das Wetter zeigte sich dieses Jahr etwas wechselhaft, blieb aber insgesamt angenehm warm. Im Regen trainierten wir lediglich einmal. Die Bedingungen vor Ort waren hervorragend, nicht zuletzt, weil die gesamte Infrastruktur sehr kompakt angelegt ist: Die Rundbahn liegt direkt vor dem Hotel, und zum Komplex gehören zudem ein grosser Kraftraum, ein Eisbad, Saunen, ein Lauftunnel sowie mehrere Pools.
Für die nötige Energie sorgte ein reichhaltiges Buffet, das uns dreimal täglich mit einer grossen Auswahl versorgte. Das Essen war sehr lecker, und es hat uns an nichts gefehlt. Insgesamt bin ich mit meinen Trainings sehr zufrieden. Im Sprint sowie über die Hürden konnte ich gezielt an technischen Aspekten arbeiten. Bei den Läufen erlebte ich jedoch mehrfach einen „Laktat-Schock“ – über den Winter hatte ich etwas vergessen, wie es sich anfühlt, wirklich ins Laktat zu gehen. Trotzdem konnte ich, auch wenn es sich ungewohnt anfühlte, sehr gute Einheiten absolvieren.
Auch im Krafttraining habe ich weitere Fortschritte gemacht. In der zweiten Woche sind wir dann erstmals in dieser Saison aus dem Block über die ersten zwei Hürden gelaufen. Das hat viel Spass gemacht, und obwohl noch nicht alles ganz flüssig war, bin ich sehr zufrieden. In den vergangenen Jahren hatte ich zu Saisonbeginn im Training oft Schwierigkeiten mit dem Rhythmus, den ich im Wettkampf laufe – dieses Jahr hat es jedoch bereits im ersten Training gut funktioniert.

Ein Tag im Trainingslager:
Die meisten Tage im Trainingslager begannen für mich um 8:00 Uhr mit dem Frühstück. Danach ging es zurück aufs Zimmer, um mich in Ruhe auf das Training vorzubereiten – eincremen mit Sonnencreme, den Rucksack packen und alles bereitlegen. An Tagen mit Laufeinheiten, an denen nur ein Training auf dem Programm stand, blieb oft noch etwas Zeit, mich hinzulegen, da diese Einheiten meist erst gegen Mittag stattfanden.
Das Sprinttraining startete in der Regel bereits um 10:00 Uhr. Nach einem gründlichen Aufwärmen folgten Fuss- und Rumpfkräftigungsübungen, bevor wir mit den eigentlichen Sprints begannen. Im Anschluss ging es meist direkt zum Mittagessen. Danach gönnte ich mir ein kurzes Verdauungsnickerchen, trank einen Kaffee und bereitete mich auf die nächste Einheit vor: das Krafttraining.
Nach dem Krafttraining stand zunächst eine Dusche an, und manchmal blieb noch Zeit, etwas Sonne zu tanken. Am Abend ging es dann zum dritten Buffet des Tages. Anschliessend liessen wir den Tag ganz unterschiedlich ausklingen – bei einer Tasse Tee, mit Gesprächen über die Saisonplanung, bei Spielen, in der Physiotherapie oder einfach mit einer Portion Schlaf.

Ich habe es sehr genossen, mich einmal ganz auf das Training zu konzentrieren und gleichzeitig genügend Zeit für die Erholung zu haben. Fast jede Nacht kam ich auf über neun Stunden Schlaf. In Kombination mit regelmässigem Dehnen, guter Ernährung und Eisbädern konnte ich mich gut von den Einheiten regenerieren. Abgesehen von zeitweise sehr verspannten Waden hatte ich keine Beschwerden.
Das Trainingslager war damit ein wichtiger Schritt in Richtung Saison. Seit zwei Wochen bin ich nun wieder zurück in der Schweiz und im gewohnten Trainingsalltag, wo ich mich weiter auf die kommende Saison vorbereite.
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